e.wa riss Netze GmbH

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Einspeisung

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Einspeisung

Bereits über 900 Anlagen in Biberach speisen umweltfreundlich produzierten Strom in unser Verteilnetz ein oder werden zur Eigenversorgung genutzt. Dabei wird zwischen Anlagen auf Grundlage der erneuerbarer Energien (z.B. Solarenergie und Biomasse) und Anlagen auf Grundlage der Kraft-Wärme-Kopplung (Blockheizkraftwerke) unterschieden. Der Staat fördert den Anschluss dieser Anlagen durch das Erneuerbare-Energie-Gesetz ("EEG") und das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz ("KWKG").

Erneuerbare Energien

Als Erneuerbare (regenerative) Energien bezeichnet man Energiequellen, die sich ständig erneuern und nach den Zeitmaßstäben des Menschen unendlich lange zur Verfügung stehen. Die drei ursprünglichen Energiequellen sind Solarstrahlung, Erdwärme (Geothermie) und Gezeitenkraft. Diese können direkt oder indirekt in Form von Wind, Wasserkraft, Wellenenergie und Biomasse genutzt werden. Dabei ist die Nutzung der Erneuerbaren Energien gekennzeichnet durch geringe Entnahme von Ressourcen und Rückführung in den Kreislauf.

Gemäß Erneuerbare Energien Gesetz-Novelle gelten als Erneuerbare Energien Wasserkraft (einschließlich der Wellen-, Gezeiten-, Salzgradienten- und Strömungsenergie), Windenergie, solare Strahlungsenergie, Geothermie und Energie aus Biomasse (einschließlich Biogas, Deponiegas und Klärgas, sowie aus dem biologisch abbaubaren Anteil von Abfällen aus Haushalten und Industrie).

Kraft-Wärme-Kopplung

In einer KWK-Anlage wird z. B. mit einem Verbrenunnungsmotor mechanische Energie (Kraft) und thermische Energie (Wärme) erzeugt. Die mechanische Energie wird mit einem Generator in elektrische Energie umgewandelt. Durch die gleichzeitige Erzeugung und Nutzung von Strom und Wärme (Kopplung) wird gegenüber der separaten Erzeugung ein höherer Wirkungsgrad erzielt. Ein BHKW ist z.B. eine KWK-Anlage. Die Energie für den Stromgenerator wird in der Regel durch einen Verbrennungsmotor zur Verfügung gestellt. Als Brennstoff können unterschiedliche Primärenergieträger, wie z. B. Diesel, Pflanzenöl, Erdgas oder Biogas zum Einsatz kommen.

Ablauf und Informationen zum Anschluss der EEG-/KWK-Anlage  

Sie möchten selbst Strom erzeugen und ihn in das Netz der e.wa riss Netze GmbH einspeisen oder sich über dieses Thema informieren? Als Verteilnetzbetreiber der Stadt Biberach sind wir Ihr Partner für den Anschluss und die Vergütung dieser Anlagen in unserem Netzgebiet.

Die e.wa riss Netze GmbH arbeitet eng mit der Netze BW GmbH zusammen, somit profitieren die Anlagenbetreiber von einem breiten Fachwissen und sind immer über aktuelle Änderungen informiert. Wir stellen Ihnen alle wichtigen Informationen zum Anschluss, zur Inbetriebsetzung und zu den vertraglichen Grundlagen für den Betrieb einer Einspeiseanlage zur Verfügung.

Schritt 1 - Anfrage zum Anschluss einer EEG-/KWK-Anlage

Schritt 2 - Inbetriebsetzungsauftrag

Schritt 3 - Inbetriebnahme

Schritt 4 - Einreichen der Unterlagen

Schritt 5 - Einspeisevergütung

Betreiberwechsel

Bitte füllen Sie zur Durchführung eines Anlagenübergangs beiliegendes Formular inklusive der Anlagen vollständig aus. Wichtig ist die Unterschrift von beiden Betreibern (alter Betreiber/ neuer Beteiber).

Bitte senden Sie uns das Formular per E-Mail an netzwirtschaft@ewa-netze.de oder an die  folgende Adresse zurück:

e.wa riss Netze GmbH
z. Hd. Frau Rehm
Freiburger Str. 6
88400 Biberach

Formular Betreiberwechsel 

Anlagen zum Betreiberwechsel 

Einspeisemanagement

Anlagen mit einer installierten Leistung größer 100 kW müssen gemäß § 9 Abs. 1 EEG mit einer technischen Einrichtung ausgestattet sein, durch die der Netzbetreiber die Einspeiseleistung bei Netzüberlastung ferngesteuert reduzieren kann.

Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 30 kW und höchstens 100 kW müssen die technischen Vorgaben zum Einspeisemanagement gemäß § 9 Abs. 2 Nr. 1 EEG erfüllen.

PV-Anlagen mit einer installierten Leistung von höchstens 30 kW müssen ebenfalls die technischen Vorgaben zum Einspeisemanagement gemäß § 9 Abs. 2 Nr. 1 EEG erfüllen. Alternativ kann ihre Wirkleistungseinspeisung auf 70 Prozent der installierten Leistung begrenzt werden.

Steckerfertige Erzeugungsanlagen (Plug-In)

Im Niederspannungsnetz der e.wa riss Netze GmbH können steckerfertige Erzeugungsanlagen, sogenannte Plug-In-Anlagen, unter bestimmten Bedingungen, betrieben werden. Diese müssen gemäß den allgemein anerkannten Regeln der Technik ausgeführt, installiert, angeschlossen und betrieben werden.

Wichtig: Ein Anschluss mit einem Schuko-Stecker ist nicht zulässig, da die steckbaren Plug-in PV-Anlagen über besondere, berührungs- und verwechslungssichere Steckvorrichtungen (VDE 0628-1) verfügen müssen. In der Regel ist auch ein Wechsel Ihres Stromzählers notwendig, da dieser eine Rücklaufsperre haben muss. Wichtig ist ebenfalls, dass bei den Plug-in PV-Anlagen eine Anmeldung beim jeweiligen Netzbetreiber notwendig ist, wie für alle anderen Erzeugungsanlagen.

Weiterführende Informationen hierzu finden Sie auf den Seiten des VDE: siehe hier

Marktstammdatenregister 

Das Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur (BNetzA) soll zukünftig das zentrale Register für alle Stromerzeugungsanlagen und alle Stromspeicher in Deutschland sein. Als Betreiber einer Stromerzeugungsnalage sind Sie gesetzlich dazu verpflichtet sich und Ihre Anlage(n) in diesem Portal zu registrieren. Das Marktstammdatenregister erreichen Sie unter www.marktstammdatenregister.de.

Die wichtigsten Informationen zur Registrierung

Gesetzliche Grundlage

Informationsschreiben

Wer muss sich registrieren?

Welche Anlagen müssen gemeldet werden?

Wie funktioniert die Registrierung?

Welche Daten werden bei der Registrierung abgefragt?


EEG Daten Veröffentlichung

Alle Veröffentlichungen zum Thema „Erneuerbare Energien“ (u. a. EEG-Anlagenstammdaten, EEG-Jahresabrechnung, Transparenz) obliegen nach § 77 EEG 2017 den Übertragungsnetzbetreibern. Die Daten für das Netzgebiet der e.wa riss Netze GmbH finden Sie auf der Internetseite der TransnetBW GmbH.

https://www.transnetbw.de/de/eeg-kwkg/eeg/eeg-jahresabrechnung

 

 


Preisblätter 

gültig ab 01.01.2018

Referenzpreisblatt für dezentrale Einspeisung ab 2018

Durch das Netzentgeltmodernisierungsgesetz ("NEMoG") vom 17. Juli 2017 sind die Verteilnetzbetreiber gemäß §120 Abs. 7 EnWG verpflichtet, fiktive Netzentgelte als Grundlage für die Ermittlung der Entgelte für dezentrale Einspeisungen (vermiedene Netzentgelte) auszuweisen und zu veröffentlichen. Zur Ermittlung der vermiedenen Netzentgelte werden ab dem Jahr 2018 jeweils die Netzentgelte des Jahres 2016 zugrunde gelegt. 


 Ende der Förderung für EEG-Anlagen 

Betroffen sind Anlagen zur Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien, die bis zum 31. Dezember 2000 in Betrieb gegangen sind, da deren Förderzeitraum zum 31.12.2020 endet.

Dabei handelt es sich überwiegend um kleine Photovoltaik-Anlagen, die die gesamte erzeugte elektrische Energie in das Netz für die allgemeine Versorgung einspeisen (Volleinspeiser). Die e.wa riss Netze als Netzbetreiber kauft den Strom während des gesetzlichen Förderzeitraums an und zahlt dafür die feste Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) aus.

Geplante gesetzliche Nachfolgeregelung für Kleinanlagen

Die aktuelle Gesetzeslage lässt nur die beiden unten dargestellten Möglichkeiten zum Weiterbetrieb von EEG-Anlagen nach Ende der Förderung zu. Diese führen zu einem erheblichen Mehraufwand für die Anlagenbetreiber. Daher plant der Gesetzgeber für Kleinanlagen eine Nachfolgeregelung im EEG. Diese soll wahrscheinlich auch eine Ankaufmöglichkeit durch den Netzbetreiber – zu welchen Konditionen auch immer – ermöglichen. Zurzeit werden verschiedene Modelle hierzu diskutiert. Es gibt jedoch noch keine Anhaltspunkte, wie die gesetzlichen Regelungen konkret ausgestaltet werden sollen und für welche Anlagen diese dann Geltung haben werden.

Wir hoffen, dass bis Mitte des Jahres mehr Klarheit herrschen wird und wir dann die betroffenen Anlagenbetreiber schriftlich informieren können.

Hinweis: Für EEG-Anlagen, die im Jahr 2001 in Betrieb genommen worden sind, endet die gesetzliche Förderung erst am 31. Dezember 2021.

Mögliche Modelle für den weiteren Betrieb

Nach aktueller Gesetzeslage gibt es für den weiteren Betrieb von EEG-Anlagen, deren gesetzliche Förderung zum 31. Dezember 2020 endet, ab dem 1. Januar 2021 zwei Möglichkeiten.

1. Beibehaltung der Volleinspeisung

Nach dem Ende des gesetzlichen Förderzeitraums darf die e.wa riss Netze die Stromeinspeisung von EEG-Anlagen nicht mehr ankaufen. Der Anlagenbetreiber ist daher verpflichtet, einen ab 1. Januar 2021 geltenden Stromabnahmevertrag mit einem Direktvermarkter abzuschließen. Der vorhandene Übergabezähler muss durch eine registrierende Leistungsmessung ersetzt werden.

Kann so ein Abnahmevertrag nicht nachgewiesen werden, ist die e.wa riss Netze gezwungen, ab dem 1. Januar 2021 Maßnahmen zu ergreifen, um die weitere Einspeisung zu verhindern.

2. Umstellung auf Überschusseinspeisung mit Eigenbedarfsdeckung

In diesem Fall muss der Anlagenbetreiber das Messkonzept von Volleinspeisung auf Überschusseinspeisung umstellen, er deckt somit vorrangig seinen eigenen Strombedarf und speist nur noch die verbleibende Überschussstrommenge in das Netz der e.wa riss Netze ein. In diesem Fall fällt jedoch für den selbstverbrauchten Strom EEG-Umlage in Höhe von 40 % des regulären Umlagesatzes an. Es besteht für den Anlagenbetreiber auch die Möglichkeit, in seinem Gebäude weitere Letztverbraucher mit Strom aus seiner Erzeugungsanlage zu versorgen. Hierfür ist jedoch die EEG-Umlage in voller Höhe abzuführen.

Für die Überschusseinspeisung gelten ebenfalls die unter 1. genannten gesetzlichen Regelungen zur Direktvermarktung und zum Einbau einer registrierenden Leistungsmessung. Alternativ besteht die Möglichkeit, die Überschusseinspeisung in das Netz der e.wa riss Netze durch den Einbau einer geeigneten technischen Einrichtung zu verhindern. Dann entfallen sowohl die Pflicht zum Abschluss eines Stromabnahmevertrags mit einem Direktvermarkter als auch der Einbau einer registrierenden Leistungsmessung.